Löhnhorst

Die Ortschaft Löhnhorst gehört zum Kerngebiet der Bremer Schweiz. Laut Wikipedia liegt Löhnhorst 30m ü. NHN und besitzt eine Fläche von 4,64 km2. Am 30.06.2012 wohnten 864 Einwohner in der Gemeinde.
Noch vor einem Jahrhundert war Löhnhorst ein weltabgeschiedenes Bauerndorf mit nur geringen Verbindungen zur Außenwelt. Erst 1882 erhielt die Gemeinde Straßenanschluß nach St. Magnus und Schwanewede. Dennoch besaß Löhnhorst bereits im Jahre 1782 eine eigene Schule in einem angemieteten Raum, sehr viel früher als dies in anderen Gemeinden der Fall war. Zwischen 1830 und 1835 wurde dann ein gemeindeeigenes Schulhaus gebaut. Nur Rund 50 Jahre erfüllte es seinen Dienst und war bald so baufällig geworden, dass man 1885 ein neues Schulgebäude errichtete. Mittlerweile dient die "Ole School" als Dorfgemeinschaftshaus
Villa Waldheim Im Jahre 1869 siedelte sich auf dem Vollhof „DIE HOHE HORST“ der in Eggestedt gebürtige Deutsch-Amerikaner Reinert Ficken an. Dieser hatte es in Philadelphia als Zuckerfabrikant zu Reichtum gebracht und Hohehorst vom Schönebecker Gutsherrn, Freiherr von der Borch, für einen Altersruhesitz erworben. Der Schwaneweder Bauunternehmer Johann Wohltmann hatte ihm dazu auf dem Anwesen ein schloss-ähnliches Gebäude im viktorianischen Stil erbaut. Ficken starb leider bereits 1873, seine Frau 1877. Die 4 Kinder (Erbengemeinschaft) verkauften 1883 das 69 ha große Löhnhorster Anwesen an den Bremer Wollkaufmann Christian Leberecht Lahusen. Vom Verkaufserlös ließ sich der älteste Sohn, Henry Ficken, die Villa „Waldheim“ bauen, die heute als evangelisches Gemeindehaus genutzt wird und nach einer Erweiterung 1993 den Kindergarten Löhnhorst beherbergt. Details über HOHEHORST mit seiner wechselvollen Historie können unter dem Button HOHEHORST über einen Link mit 30 Seiten Text und Bildern nachgelesen werden.
Die Löhnhorster Feldmark war ursprünglich ein Wald- und Heidegebiet mit kleinen Kolonisationsinseln die sich allmählich ausweiteten. Die Flur ist auch heute noch von zahlreichen Buschgruppen und Gehölzstreifen gekennzeichnet. Auf diese Wälder wird auch der Dorfname zurückgeführt, denn "Löh" bedeutet soviel wie Busch oder Wald. Die Größe der Löhnhorster Flur beträgt rund 470 Hektar.
Der rein dörfliche Charakter begann sich schon seit 1900 zu wandeln, als Arbeitskräfte der wachsenden Industrie im Raum Blumenthal günstige Ansiedlungsmöglichkeiten suchten und daneben sogar Heimarbeit Fuß faßte, an die noch heute die Bezeichnung "Op de Löpelborg" erinnert, die auf Löffelherstellung hinweist. Später dann hat sich aus einer kleinen Gastwirtschaft ein beachtliches Ausflugsziel entwickelt.
Für diesen Text habe ich mehrere Quellen verwendet und möchte den Urhebern an dieser Stelle danken, dass ich manche Passagen 1:1 übernommen habe. Vielen Dank auch an Hans-Werner Liebig dessen Anregungen ich hier gerne wiedergebe.

https://www.schwanewede.de

https://www.kirche-bremen.de

https://de.wikipedia.org/